Überflüssiger als der Flughafen BER, umstrittener als Stuttgart S 21: Das Berliner Schloss mit dem Humboldtforum! Wir sind eine Initiative gegen das Stadtschloss Berlin und fordern ein Moratorium.

Unterstützen!

Wer unsere Initiative unterstützen möchte, hat mehrere Möglichkeiten:

 

1. PolitikerInnen fragen

Fragt die PolitikerInnen, die von Euch gewählt werden wollen, warum die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses aus Steuermitteln bezahlt werden soll.

 

2. Unmut zeigen

Im Jahr 1448 setzten die Bürger Berlins den Bauplatz für das erste Schloss an diesem Ort unter Wasser (der sog. „Berliner Unwille“), im Jahr 1945 brannte das Schloss nach einem Luftangriff aus, im Jahr 1950/1951 wurde der verbliebene Baukörper abgerissen, u.a. mit Hilfe von Sprengstoff. Der im Jahr 1976 eröffnete Palast der Republik stand nur 30 Jahre bis zum Abriss durch schweres Gerät. Meldet Euch zu Wort, setzt Eure Meinung ein, wenn Ihr nicht mit dem Vorhaben nicht einverstanden seid.

 

3. Eine Alternative für alle 

Auch ohne aufwendige Bauwerke können nachhaltig Identität stiftende Orte für die Gemeinschaft entstehen. Bekannte Beispiele sind etwa speaker’s corner,  Klagemauer oder das Berliner Holocaust-Mahnmal. Diese Orte entstehen nicht allein durch obrigkeitliche Planung, sondern durch gemeinsame Entschließung und Überzeugung.

Anregungen für den Berliner Schlossplatz findet man hier

Schlossdebatte

Central Park Berlin

SchlossPark StattSchloss

 

 

Deutlich sind die Worte von Rem Koolhaas… ist die Idee, das Schloss wiederaufzubauen, der Versuch, eine historische Epoche auszuradieren – und gleichzeitig den Menschen in Ostdeutschland zu zeigen: Eure Leben waren nutzlos.

(2004 auf Spiegel-Online )

 

 

Auf der Seite    http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de/

werden drei Gründe für die Ablehnung genannt:

Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil…

… er ein Bild von Geschichte und Gegenwart Deutschlands verkörpert, dass wir nicht teilen.

… er sich von der Stadt abwendet.

… das Nutzungskonzept uns nicht überzeugt.

… wir den Prozess seiner Durchsetzung kritisieren.

http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de/index.php?id=3

 

Für unsere Initiative Schloss-Freiheit haben wir die Gründe für ein Moratorium hier   http://schloss-freiheit.de/?page_id=69 dargelegt:

Beschlossen unter Zugzwang!

Beschlossen ohne Autorisierung!

Beschlossen ohne Rückhalt!

Beschlossen ohne Weitblick!

Beschlossen ohne Konzept!

 

Unter den Mitgliedern der Piraten gab es eine Umfrage aus dem Jahr 2012https://lqpp.de/be/initiative/show/1775.html

 

Die Berliner Piraten überprüfen im Januar 2013 noch einmal die Meinung der Mitglieder: https://lqpp.de/be/initiative/show/2416.html?tab=suggestions

 

Wir sind gespannt auf Eure Meinung: Warum seid Ihr gegen das Projekt?

 

Ein Kommentar

  1. 1

    Ein Gemischtwarenladen mit bildungsbürgerlicher Event-Pädagogik und ethnologischen Schatzkammern überzeugt mich auf dem Schlossboden nicht.

    Ich bin gegen das geplante Humboldtforum, das sich durch einen geliehenen, um nicht zu sagen gefälschten Mantel Bedeutung zulegen will wie ein Erbschleicher.

    Ich bin gegen das geplante Humboldtforum, das aus einer städtebaulichen Behauptung und dem „Horror Vacui“ von der angeblich öffentlichen Meinung gekürt wurde.

    Ich bin gegen das geplante Humboldtforum, weil die erhaltenswerte Erbmasse bereits heute sehr große Anstrengungen in Pflege und Unterhalt einfordert. Wenn man die Völkerkundlichen Museen in Dahlem und das Haus der Kulturen der Welt abwickeln will, braucht man dazu etwa ein Humboldtforum als Vorwand wie zum Abriss des PdR?

    Ich bin gegen das geplante Humboldtforum, weil wir den Schlossplatz der kommenden Generation zur Einigung überlassen sollten.