Überflüssiger als der Flughafen BER, umstrittener als Stuttgart S 21: Das Berliner Schloss mit dem Humboldtforum! Wir sind eine Initiative gegen das Stadtschloss Berlin und fordern ein Moratorium.

Aufruf: Trauer um die Schloss-Freiheit! (2009-2013)

Über fünfhundert Jahre lang beherrschte die Zwingburg der Hohenzollern den Treffpunkt aller heimlichen Liebschaften der Zwillingsstadt Berlin-Cölln, zentral gesetzt zum Eintreiben von Steuern, wuchs zur barocken Residenz und zu wilhelminischem Wahn. Erst durch die gemeinsame Anstrengung von zwei deutschen Staaten (DDR und BRD) konnte die Spreeinsel endlich von allen Schlössern und Palästen befreit werden.

Am 12.06.2013 soll der Grundstein für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses gelegt werden. Ist der kurze Frühling der Schloss-Freiheit schon vorbei?

Ein Stilles Gedenken der Schloss-Freiheit am Mittwoch, den 12.06.2013

Ab 11.00 Uhr Aufbahrung der Schloss-Freiheit
Die Trauergesellschaft trifft sich am Lustgarten, Berlin Mitte, gegenüber Humboldt-Box…. wer mag, bringe einen Trauerkranz, alle anderen weiße Taschentücher

12.00 Uhr Feierliche Prozession
Folgt dem Gedenkzug um das versperrte Gelände

gegen 14.00 Uhr Spreebestattung
Wir übergeben die verblichene Schloss-Freiheit der Spree

ab 15.00 Uhr Mahnwache an der Schlossbaustelle
Wir freuen uns über jede Anteilnahme

 

 

Aufruf Schloss Freiheit

 

An die Entscheiderinnen und Entscheider:

Stopp Beton!
Die große Mehrheit der Berliner will kein Geld für das Bauwerk oder seine Fassade spenden. Die eingetriebenen Spendenmittel reichen bei weitem nicht aus, das Vorhaben zu realisieren.
Wir fordern, alle Arbeiten sofort einzustellen!

Stopp Verödung!
Als der Bundestag im Jahr 2002 die Entscheidung zum Wiederaufbau traf, war die heutige Belastung der öffentlichen Haushalte nicht abzusehen. Der Bau, aber auch Betrieb und Unterhalt des geplanten Humboldtforums binden erhebliche Mittel und schaden daher der Vielfalt der Berliner Kulturszene.
Wir fordern, keine Steuermittel für das Humboldtforum einzusetzen!

Stopp Sozial-Vereisung!
Die Berliner wünschen sich eine behutsame, partizipative und dezentrale Stadtentwicklung, damit die Chancen für alle Bewohner gerecht verteilt sind, nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch bei den Nachbarn in Europa.
Wir fragen besorgt, warum in der Bundeshauptstadt ein Nationaldenkmal für eine halbe Milliarde Euro und mehr gebaut wird, während überall in Europa Löhne, Renten sowie Kultur- und Sozialausgaben gekürzt werden sollen!

Unterstützer

Die Aktion wird unterstützt von:

No-Humboldt-21_Logo-groß
No Humboldt 21