Überflüssiger als der Flughafen BER, umstrittener als Stuttgart S 21: Das Berliner Schloss mit dem Humboldtforum! Wir sind eine Initiative gegen das Stadtschloss Berlin und fordern ein Moratorium.

Braucht der Berliner Schlossplatz einen neuen Namen?

Mythos wird Marke, aber wie können wir uns dagegen wehren?

Als jetzt von ernstzunehmenden Greisen der Vorschlag kam, den Berliner Schlossplatz in Zukunft nach dem gerade verstorbenen, hochgeehrten Idol Mandela zu benennen, bin ich doch sehr erschrocken: Nichts ist ihnen heilig, selbst die Toten werden missbraucht, bevor sie noch kalt geworden, musste ich denken. Und befürchte zugleich, dass diese zynische, geschichts­vergessene Idee genau so erfolgreich wird wie der trostlose Gedanke, das verlorene alte Preußenschloss wieder aufzubauen.

Jeder Akt des Kannibalismus ist durch das Verlangen motiviert, sich Kraft und Stärke des Opfers einzuverleiben, wie es selbst im Heiligen Abendmahl der christlichen Liturgie symbolisch nachvollzogen wird…. Aber ist es wirklich unvermeidbar, dass uns eines Tages ein international aufgestellter Gastro-Konzern den dunkel gebratenen Mandela-Burger im Berliner Schloss kredenzt?

In einer ersten Reaktion auf den Namensvorschlag für den Schlossplatz fordert das Bündnis No Humboldt 21! den Namen des charismatischen Staatsmanns für die Umbenennung der Berliner Mohrenstraße, deren Name auf den preußischen Zwangsmigranten im späten 17. Jahrhundert verweist.

Später begnügte sich der Berliner Hof nicht mehr mit dem Import von Menschen, die Offiziere der deutschen Kaiserkrone brachen vielmehr zum ersten Völkermord des zwanzigsten Jahrhunderts auf: „Der entbrannte Rassenkampf ist nur durch die Vernichtung einer Partei abzuschließen,“ zitiert Wikipedia den Chef des Generalstabs Alfred Graf von Schlieffen. Nach dem Sieg über die Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika entwickelte er den Plan zur Eroberung Frankreichs… und wir können heute in den Geschichtsbüchern lesen, wie leidvoll und verlustreich die Umsetzung des Plans scheiterte.

Mit miltärischer Gewalt, die von den Deutschen so gerne noch als Niederschlagung des Herero-Aufstands bezeichnet wird, haben die kaiserlichen Truppen in Afrika einen Großteil des Herero-Volks vernichtet: Wäre es nicht an der Zeit, eine Mahnung an diese beschämende Episode der deutschen, wilhelminischen Kolonialisierung in den Grund der alten wie neuen deutschen Hauptstadt zu schreiben?

Benennt den Schlosspatz nach den stolzen, freiheitsliebenden Hereros – Nelson Mandela würde es freuen!  

Dieser Vorschlag wird auch hier diskutiert

Mahnwache vor der Baustelle des Berliner Stadtschlosses am 03.10.2013

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2013 werden wir vor der Baustelle des Berliner Stadtschlosses von 14.00 bis 18.00 Uhr eine Mahnwache halten.

Dieses Schloss spaltet Deutschland!
Bis heute hat niemand glaubhaft vermittelt, warum ein Denkmal für den Sieg der Westdeutschen über die Ostdeutschen so ähnlich aussehen muss wie das finstere alte Schloss und über eine halbe Milliarde Euro kosten muss.

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Endlich – das Geständnis!

Ratlos: Große Koalition gegen die freie Mitte

Endlich lesen wir mutige, klare Worte: Der Grundstein für das Humboldt-Forum ist gelegt, der Bau schreitet voran, allein die Nutzung ist noch nicht so klar umrissen wie das Baufeld, schreibt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung in einem Einladungsschreiben für einen Workshop mit „ausgewählten Gästen“ am 24. September 2013, der auf der Website scheinbar gar nicht angekündigt wird. Wird dieser erlesene Kreis tatkräftig den überfälligen Ausstieg aus dem Wiederaufbau vorbereiten, dem fragwürdigsten aller Großprojekte dieser Republik? Die Idee war nützlich, um den DDR-Palast ungestraft abreißen zu können: nu isser wech, und nach den letzten Umfragen haben die Berliner wenig Sehnsucht nach einem historisierenden Ersatzbau unbestimmten Inhalts zum Preis von über einer halben Milliarde Euro: über sechzig Prozent stehen dem Vorhaben ablehnend gegenüber.

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Wie krank ist das Schloss?

Während die Kuratoren am Stadtrand schon freudig zum Spiel der Throne aufrufen, fragt man sich im Aufbau-Haus am Berliner Moritzplatz besorgt:

Glaubst Du noch an das Schloss?

am Donnerstag, den 27. Juni ab 20.15 Uhr!

Bürgerschaftliches Engagement war das ausschlaggebende Signal für den Bundestag, dem großen Vorhaben zuzustimmen und öffentliche Mittel bereit zu stellen, heißt es auf den Seiten der vom Bund initiierten Stiftung, die heute Spendengelder für das Berliner Schloss einwirbt mit dem Hinweis:  Wir freuen uns über Ihre Spende für den Bau des Berliner Schloss – Humboldtforum. Selbstverständlich ist Ihre Spende steuerlich absetzbar.

Warum sind diese Spenden absetzbar, fragt man sich doch gleich, sollte das bürgerschaftliche Engagement nicht besser durch eine Extra-Schlosssteuer angefacht werden? Kostet der Prachtbau doch viermal soviel wie ein zeitgenössisches Gebäude vergleichbarer Nutzung, wie die Nikolaus Bernau in der Berliner Zeitung am Tag vor der Grundsteinlegung sorgenvoll nachrechnet: In Marseille wurde vor wenigen Tagen ein in jeder Hinsicht vergleichbares Museums- und Ausstellungshaus eröffnet, das MuCEM…. Nach Angaben der Architekten kostete es bei 15.700 Quadratmetern Hauptnutzfläche etwa 65 Millionen Euro − 4.140 Euro pro Quadratmeter. In Berlin entstehen 41.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche. Das sind mehr als 15.000 Euro pro Quadratmeter.

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Pressemitteilung zur Grundsteinlegung Berliner Schloss / Humboldtforum

Die Grundsteinlegung für das Berliner Schloss ist für den 12. Juni anberaumt. Als Initiative Schloss-Freiheit betrachten wir das Vorhaben mit großer Sorge und möchten allen beteiligten Politikern, den gewählten Volksvertretern und den involvierten Staatsbeamten folgende Erklärung zukommen lassen:

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Aufruf: Trauer um die Schloss-Freiheit! (2009-2013)

Über fünfhundert Jahre lang beherrschte die Zwingburg der Hohenzollern den Treffpunkt aller heimlichen Liebschaften der Zwillingsstadt Berlin-Cölln, zentral gesetzt zum Eintreiben von Steuern, wuchs zur barocken Residenz und zu wilhelminischem Wahn. Erst durch die gemeinsame Anstrengung von zwei deutschen Staaten (DDR und BRD) konnte die Spreeinsel endlich von allen Schlössern und Palästen befreit werden.

Am 12.06.2013 soll der Grundstein für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses gelegt werden. Ist der kurze Frühling der Schloss-Freiheit schon vorbei?

Ein Stilles Gedenken der Schloss-Freiheit am Mittwoch, den 12.06.2013

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Prinzip Herodes

Ist es harmlos, historisierend zu bauen? fragt die Redaktion von BKULT.

Unsere Position ist: Nein!

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Humboldt Shake für die Schloss-Freiheit



Die Polizei hat nachgefragt, auch die Presse war neugierig: Was muss man sich unter einem Humboldt Shake vorstellen?

Erregte Bürgerdiskussion im Lustgarten…..

Hier die Antwort:
Stopp Beton!
Stopp Verödung!
Stopp Sozial-Vereisung!

Wer beendet diesen Spuk?

Wir haben Humboldt geshaked, vielen Dank an alle, die dabei waren!

Aufruf: Rettet die Schloss-Freiheit!

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Nach Umfragen ist heute, im Jahr 2013, die Mehrheit der Berliner dagegen, das Stadtschloss der Hohenzollern als Humboldtforum wieder aufzubauen. Mit unserem Aufruf wollen wir dazu ermutigen, die breite Ablehnung kurz und öffentlich zum Ausdruck zu bringen.

In diesem Sommer soll der Grundstein gelegt werden. Die Zeit ist reif. Der Winterschlaf ist zu Ende, zeigt Euch, BerlinerInnen, und schüttelt Eure Stadt in den Frühling!

 

Flashmob Humboldt Shake am Samstag, 06.04.2013 ab 14.00 Uhr

Ab 14.00 Uhr Vorbereitung: Freunde treffen Am Lustgarten, Berlin Mitte, gegenüber Humboldt-Box, Transparente und/oder Verkleidung vorbereiten, bitte alles mitbringen: Wir haben keine Sponsoren!

14.48 Uhr: Einzelaktivist startet Bewegung (siehe Harlem Shake, viele Beispiele im Netz), die Musik gibt den Einsatz für alle Teilnehmer:
Nevermind the Harlem Shake, wir shaken Humboldt!

Kommt als Zombies, wenn Ihr gegen das Schloss der Untoten seid!
Kommt als Bäume, wenn Ihr gegen das Betonschloss seid!
Kommt wie Ihr wollt, wenn Ihr eine lebendige Schlosswiese fordert!
Kommt als Hofnarren, im Royalkostüm, barock mit Puderzopf
oder preußisch unter Pickelhaube….

Die Uhrzeit ist eine Reverenz an den Berliner Unwillen von 1448.

gegen 15.00 Uhr
Wenn die Musik endet, verlassen alle Teilnehmer den Lustgarten.

 

Einladung via Megaspree
https://www.facebook.com/events/119023138292475/

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Müssen sich Berliner für das Schloss schämen?

Eine Millionenüberweisung sei zugesagt an die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, zweckgebunden für die pompöse Ornamentierung der bisher eher schlicht geplanten Betonkuppel, dies wurde verkündet zu Berlin am 20.03.2013

Der geheime Großspender sei ein Deutscher, versichert Wilhelm von Boddien als Geschäftsführer des Fördervereins dem Berliner Tagesspiegel, ein Spender, der unter allen Umständen anonym bleiben wolle – und ihm Hilfe in Notfällen angeboten habe. Seit 2003 sammelt der Förderverein Berliner Schloss Spenden für das Vorhaben, seit 2011 ist die vom Bund initiierte Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum der richtige Ansprechpartner für Großspender.
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